Einer Frühstückseinladung gefolgt und angebissen-das Video

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Wir entdecken Heimat, Regionalität und was Familienbetriebe so leisten

Food-Schnitzkunst und regionale Produkte bei den Flair Hotels

Was die Flair Hotels schon seit Jahren anbieten, ist in der Botschaft recht einfach, war aber nicht immer angesagt. Noch in den vergangenen Jahren setzten viele Hotels auf Exotik oder Minimalismus. Doch die Flair Hotels stehen auf Heimat, Regionalität und sind größtenteils Familienbetriebe. Diese modern geführt, teilweise schon in der zweiten und dritten Generation in Familienhand, mausern sich zu echten Stilikonen, klein aber fein mit leichter regionaler Küche.

Wäre es ein neues Marketingkonzept, so müsste man anerkennend sagen: gelungen und dem aktuellen Trend folgend. Auf der Tourismusbörse in Berlin geriet ich zufällig in die Fänge dieser bezaubernden Damen von den Flair Hotels und gab mich bei einem Flair-Frühstück geschlagen. Exta um uns zu beeindrucken, was ihm auch gelungen ist, brachte Daniel Reuner, Flair Koch des Jahres 2012 und Geschäftsführer des Flair Hotel Reuner in Zossen, seine lebhaften Foodschnitzereien zum Anbeißen vorbei. Er hatte dies alles frisch geschnitzt, kurz vor den Öffnungszeiten der Messe. Außer Food-Schnitzereien und seiner berühmten märkischen Küche ist er Kochbuchautor, sammelt Rezepte aus der Region,trifft Menschen und hat ihre Geschichten niedergeschrieben. Über 150 Rezepte für die typisch märkischen Gerichte konnten so gesammelt werden und rund 20 Kurzgeschichten beschreiben Menschen und Landschaft.

Nun  sind wir aber erst mal zum Frühstück eingeladen und die Damen lockten mich sogar vor die Kamera, auch wenn ich immer den Mund voll hatte und nicht viel sagen konnte.

Hier zum Video:

Im Beitrag wurde das Flair Hotel Winkler Bräu in Lengenfeld erwähnt, welches 2015 in den Genussführer von Slow Food aufgenommen wird.

Als Pendant zur heutigen Uniformität darf jedes Flair Hotel seinen unverwechselbaren Charme und Charakter behalten. Die Region und die Architektur sowie der Standort und die regionale Küche prägen die individuelle Note. Es klingt ein wenig  wie Schlaraffenland ,wenn man die Speisekarten der Regionen von Nord nach Süd liest: Forelle, Matjes, Dorsch, Sauerbraten, Wildschweinragout, Tafelspitz, Knödel, Streuselkuchen, Selbstgebrautes, heimische Pilze, Spargel und Maultaschen.

Warum die Flair Hotelkooperation 2014 den Deutschen Fairness-Preis verliehen bekommen hat, lesen Sie hier.

 

„Nachhaltiges Reisen muss nicht teuer sein“, so Kai Pardon von One World Reisen

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Kai Pardon, Gründer und Geschäftsführer von One World Reisen, ärgert sich über manch All-Inklusive Hotel in seinen Zielgebieten. Die Wertschöpfung bleibt nicht im Land. Besonders auf den Kapverden, die er als Veranstalter mit im Programm hat, sieht er die Missstände deutlich:“ Da wird das komplette Catering bis auf den Fisch aus Spanien importiert. Der Müll dagegen wird nicht wieder mitgenommen.“  Auch einheimische Cafes und Restaurants sowie Geschäfte müssten vom Tourismus profitieren, so Pardon. Für das Reiseland selbst ist nichts gewonnen, wenn die Wertschöpfung nicht in der Region bleibt. Außerdem wird man in seinem Programm kein Shopping Wochenende in New York finden, warum erläutert er im Interview der Berliner Zeitung. Weiterhin antwortet er auch auf Fragen wie:

 

Schwierig aber möglich - Nachhaltigkeit im Sonne-Strand-Tourismus Klaus Steves  / pixelio.de
Schwierig aber möglich – Nachhaltigkeit im Sonne-Strand-Tourismus
Klaus Steves / pixelio.de
  •  Muss nachhaltiges Reisen teurer sein?
  • Ist all-inklusive immer schlecht?
  • Wie kann die Wertschöpfung in der Region bleiben?
  • Was machen die Großen (Reiseveranstalter)?
  • Wo bleibt die Nachhaltigkeit bei Fernreisen?
  • Wo bleibt der TÜV für nachhaltiges Reisen?

 

 

 

Das Interview von Reporter Björn Wirth /Berliner Zeitung mit Kai Pardon in voller Länge finden Sie hier:

Repräsentative Studie: „Nachhaltiges Reisen muss nicht teuer sein“ | Reise – Berliner Zeitung.

 

Schon Urlaub gebucht? Die Tipps von Experten für nachhaltiges Reisen

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Schon Urlaub gebucht? Foto: Klaus Steves / pixelio.de

Was Sie bei der Buchung der Reise beachten sollen?

Ausführlicher nachzulesen im neuen Katalog “Reiseperlen” des forum anders reisen.

Treffen Sie eine bewusste Auswahl: wo möchten Sie hin? Was möchten Sie erleben?

Informieren Sie sich auch über die politische Situation ihres Gastlandes?( Auswärtiges Amt)

Zertifizierte Veranstalter finden sie u.a. im forum anders reisen (130 kleine und mittlere Unternehmen), die besonderen Wert legen auf soziale und ökologische Kriterien bei der Programmgestaltung und auch in der eigenen Firma verantwortungsvoll wirtschaften.

Wählen Sie Häuser in landestypischer Architektur, die sich in die Umgebung einpassen und aus lokalen Materialien errichtet sind.

Bevorzugen Sie kleine inhabergeführte Unterkünfte – da ist nicht nur eine persönliche Betreuung gewährleistet, sondern das Geld kommt bei den Menschen im Land an.

Welche Impfungen sind im Vorfeld nötig?

Entdecken Sie die Besonderheiten der lokalen Küche und der kleinen  lokalen Gastwirtschaften und kaufen Sie Produkte von lokalen Anbietern.

Unterstützen Sie das lokale Handwerk und zahlen faire Preise.

Seien Sie neugierig auf Menschen des Gastlandes. Versuchen Sie das Fremde verstehen zu lernen.

 

Frisch gedruckt oder online – der Katalog der Lobby der verantwortungsvoll wirtschaftenden und mit Siegel geprüften Veranstalter Deutschlands ist da

Die Reiseperlen des forum anders reisen glänzen in warmen Farben und verändertem Layout

Im neu gestalteten Look präsentiert der zehnte Gemeinschaftskatalog der Reisespezialisten des Verbandes für nachhaltigen Tourismus eine Auswahl von 128 besonderen Reisen in 64 Länder weltweit. Den Rest des Beitrags lesen »

Bambi-Effekt und grüne Phantasie

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Warum sind die Menschen so offen für Nachhaltigkeitsversprechen und warum muss man vorsichtig mit dem Begriff Nachhaltigkeit sein?

Hier Ausschnitte und Zitate  aus der Badischen Zeitung zum Deutschen Tourismustag in Freiburg:

 

Trend zur Idealisierung der Natur - der Bambi-Effekt Herbert Walter Krick  / pixelio.de
Trend zur Idealisierung der Natur – der Bambi-Effekt
Foto: Herbert Walter Krick / pixelio.de

Auf dem Deutschen Tourismustag im Freiburger Konzerthaus debattierten Experten vor Verbandsmitgliedern und Unternehmern, wie Tourismus umweltfreundlicher und sozialverträglicher gestaltet werden kann.

Reinhard Meyer, der Präsident des Deutschen Tourismus Verbands (DTV), sagte: „Es gibt einen wachsenden Trend hin zum Leben und Genießen von Natur.“ Die Menschen wollten entsprechend, dass diese Natur erhalten bleibt, und seien offen für Nachhaltigkeitsversprechen. Auch Trendforscher Peter Wippermann bestätigte seine These. Er beobachte einen gewissen „Bambi-Effekt“: Menschen idealisierten die Natur. Sie betrachteten Wälder und Wiesen zunehmend als ein Sinnbild der Ursprünglichkeit, das sie mit den virtuellen Welten kontrastierten. Diese Bedürfnisse gelte es zu befriedigen und mit denen des Natur- und Umweltschutzes zu verbinden. „Das Thema Nachhaltigkeit ist hierbei ein ganz zentraler Aspekt“, sagt Reinhard Meyer.

Einer der Gastredner sieht das etwas anders. Nick Lin-Hi igkeitvon der Universität Mannheim sagt: „Nachhaltigkeit ist ein Sprachstaub, man kann ihn überall drüber streuen und alles glänzt in goldenem Licht.“ Er stehe zunehmend in der Kritik als „grüne“ Phantasie. Ist Nachhaltigkeit nur Profit im ökologischen Mantel?

Je höher der Anspruch, desto tiefer der Fall

Lin-Hi vergleicht den Begriff der Nachhaltigkeit mit dem der Corporate Social Responsibility (CSR) – und meint damit den Trend der Unternehmen, Sozialverantwortung zu übernehmen. Work-Life-Balance, Betriebskindergärten, Freistellung von Mitarbeitern für gemeinnützige Arbeiten – all dies komme gut bei den Mitarbeitern an und schaffe Vertrauen, das wiederum die Konsumenten schätzten. Letztendlich gehe es jedoch um die Frage, ob dies ein geeignetes Marketinginstrument für den Tourismus sei. Seine Antwort lautet: Nur bedingt. CSR oder Nachhaltigkeit förderten zwar das Ansehen einer Branche – wer würde nicht gerne in einem als nachhaltig zertifizierten Thermalbad schwimmen – , doch „Nachhaltigkeitsmarketing“ ersetze keine Geschäftsstrategie.

Es sei zwar begrüßenswert, so Lin-Hi, wenn ein Hotel als sozial- und ökologisch verantwortungsbewusst wahrgenommen werde, doch umso höher sei dann die Erwartungshaltung. Gerade bei positiv besetzten Branchen oder Personen sei es fatal, wenn Versprechen nicht eingehalten würden. „Ich nenne das den Hoeneß-Effekt, je höher der moralische Anspruch, desto tiefer der Fall“, sagt er. Der Betriebswirtschaftsprofessor rät deshalb, statt Worten Taten sprechen zu lassen. „Setzen Sie Nachhaltigkeit um, bevor sie anfangen sie zu kommunizieren.“

Habe ein Hotel ein Nachhaltigkeitszertifikat, ärgere sich der Gast trotzdem, wenn dort morgens um sieben Uhr Renovierungsarbeiten aufgenommen würden. Besser sei die ehrliche Auseinandersetzung mit Defiziten und Problemen. Die Veranstalter nahmen die Ermahnungen des Redners gelassen auf.

 

Den vollständigen Artikel zum Deutschen Tourismustag in der Badischen Zeitung finden Sie hier 

E-Mobile, Elektroautos und freie Zug- und Busfahrten – Mobilität der Zukunft in touristischen Regionen

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Kostenlose Nutzung von Bussen und Bahnen im Urlaubsgebiet mit der Gästekarte Foto: Rainer Sturm / pixelio.de
Kostenlose Nutzung von Bussen und Bahnen im Urlaubsgebiet mit der Gästekarte
Foto: RainerSturm / pixelio.de

Freie Fahrt im Schwarzwald in 142 Ferienorten

Ankommen, das Auto stehen lassen und ohne Parkplatzsorgen mit Bus oder Bahn kostenlos zur Wanderung, zur Entdeckungstour oder zum Einkaufsbummel fahren. Welcher Naturliebhaber fände das nicht toll. Umgesetzt wurde diese Idee schon 2005 im Schwarzwald und wird ständig weiterenwickelt. Die Rede ist hier von der  KONUS-Gästekarte: Sie gilt als Freifahrtticket für Busse und Bahnen in der gesamten Ferienregion Schwarzwald.

Aktuell gibt es für Urlauber in 142 Schwarzwälder Ferienorten die KONUS-Gästekarte. Das bedeutet: Mehr als 10.000 Gastgeber drücken ihren Gästen bei der Ankunft kostenlos ein Freifahrtticket für Busse und Bahnen in der gesamten Ferienregion in die Hand.

Ohne dass diese dafür extra bezahlen müssen, können Urlauber mit der Gästekarte in der 2. Klasse von Pforzheim bis Basel, Karlsruhe bis Waldshut kreuz und quer durch neun Verkehrsverbunde fahren — beliebig oft während des Urlaubs und völlig gratis. Keiner muss sich um Fahrgeld und Tickets kümmern. Das Fahrgeld führt die Urlaubsgemeinde pauschal an den KONUS-Verbund ab. KONUS ist übrigens die Abkürzung für : KOstenlose NUtzung des ÖPNV für Schwarzwaldurlauber.

 

Nachahmer erwünscht- die Gästekarte wird gern von anderen Tourismusregionen kopiert

Die 2005 entwickelte KONUS-Gästekarte gilt als Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit.„Damit konnten wir die Belastungen für Umwelt und Ressourcen durch den Individualverkehr reduzieren, die mit stetig wachsenden Übernachtungs- und Gästezahlen einhergehen“, so der Geschäftsführer der Schwarzwald Tourismus GmbH, Christopher Krull . Neben der Konus-Gästekarte für Fahrten in der Region gibt es das stark ermäßigte RIT-Schwarzwaldticket für die Anreise und Abreise mit der Bahn und weiter umweltfreundliche Mobilitätsangebote wie die kostenlosen E-Smarts für Gäste mit der Hochschwarzwald Card. Den Rest des Beitrags lesen »

Wo Nachhaltigkeit draufsteht – die Stadt Stuttgart

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Medaillienhoffnung im Tourismus Foto: RainerSturm  / pixelio.de
Medaillenhoffnung im Tourismus
Foto: RainerSturm / pixelio.de

Man stelle sich vor, der Internationale Leichtathletikverband IAAF beschließt, die Medaillen zukünftig schon für die Bemühungen um den Weltrekord zu vergeben. Der Sportler sagt, er sei bereit, um den Weltrekord zu kämpfen. Seine individuellen Voraussetztungen werden umfassend geprüft und die reellen Chancen als „sehr gut“ eingeschätzt.  Der Sportler erhält dafür im Vorfeld die Goldmedaille quasi als Anreiz und darf schon mal den Titel tragen. Bemüht er sich die nächsten 3 Jahre bestens und schafft es trotzdem nicht, wird ihm leider dann der Titel für die Zukunft aberkannt, aber nicht rückwirkend. Ähnlich wie im Sport, könnte auch dieses Beispiel aus der Tourismuspolitik angedacht sein.

Start- oder Abschlussurkunde?

Neu ist, dass eine Stadt oder eine ganze Region sich als nachhaltig bezeichnen kann. Die Stadt Stuttgart trägt als erste größere Stadt das Nachhaltigkeitssiegel, verliehen von TourCert, einer anerkannten Zertifizierungsorganisation. Das Siegel für Städte und Regionen ist neu und wurde vom Ministerium für den ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württembergs mitentwickelt.
Laut TourCert Projektbeschreibung sind die Voraussetzungen für die Zertifizierung anspruchsvoll. Die Zertifizierung hat den Charakter einer Unternehmenszertifizierung.
Bisher wurden von TourCert einzelne Reiseveranstalter, Hotelbetriebe zertifiziert und mit dem CSR- Nachhaltigkeitssiegel versehen. Dafür mussten diese Betriebe mit hohem personellen und finanziellen Einsatz ganze Arbeit leisten, um ihre Unternehmen den Kriterien gemäß anzupassen. Dazu gehörte, mit der Belegschaft Leitbilder zu entwickeln, für Veränderungen in allen Bereichen ihres Unternehmens offen zu sein und Geschäftspartner zu hinterfragen. Erst am Ende dieses Prozesses wurde das Siegel verliehen. Es gab aber auch die Möglichkeit, vor allem für internationale Veranstalter, sich per Kommitment (per Zusage) quasi auf den Weg zu begeben und auf die Erfüllung der Kriterien zukünftig hinzuarbeiten. Dies ist sinnvoll, um immer mehr Akteure mit ins Boot zu holen, frei nach dem Motto:“Der Weg ist das Ziel“. Diese zwei unterschiedlichen Wege wurden aber auch so transparent für die Öffentlichkeit dargestellt..
Welche Art Weg jetzt für den Nachhaltigkeitscheck für eine Region oder Stadt gangbar ist, wird scheinbar noch geprüft. Zurzeit ist alles nicht ganz so nachvollziehbar, da sich alle Beteiligten ein wenig bedeckt halten und weder Beispielbetriebe, die dem Projekt in Stuttgart zugestimmt haben, befragt werden können, noch der Kriterienkatalog einsehbar ist. Wünschenswert wäre, es würden ordentlich Informationen und Fakten nachgeschoben und das Siegel etwas unterfüttert. Nicht zuletzt ist man es der Öffentlichkeit schuldig, die zum Teil hoch sensibilisiert auf diese Themen reagiert, keine Aufweichung wünscht und besonders bezüglich des grünen Ministerpräsidenten in Baden -Württemberg hohe Erwartungen hat. Zum anderen wäre es sonst den Veranstaltern und Hotels aus anderen Bereichen des Tourismus, die dieses Siegel bereits tragen oder sich gerade im Zertifizierungsprozess befinden, gegenüber ungerecht.

Was macht nun Stuttgart zu einem nachhaltigen Tourismusort?

Laut Violetta Hagen von der Stuttgarter Zeitung , haben sich 16 Hotels und Gastronomiebetriebe nun bereit erklärt, ihre Nachhaltigkeit überprüfen zu lassen. Die Begeisterung hält sich also in Grenzen, denn insgesamt gibt es in der Stadt allein 171 Betriebe, die Übernachtungsmöglichkeiten anbieten. Hinzu kommen die vielen Verkehrsbetriebe, Freizeiteinrichtungen und und Gaststätten.
Laut TourCert war geplant mindestens 25% der Leistungsträger mit ins Boot zu holen. Für die Region oder Stadt bedeutende Hotels, Restaurants, etc. sollten ab Beginn des Prozesses als Multiplikatoren dabei sein, um eine Sogwirkung zu erzielen. So hatte Florian Toegel von TourCert klar erkannt:“Die Teilnahme aller Leistungsträger einer Destination ist natürlich nicht einforderbar. Zunächst hatten wir einen Mindestanteil an beteiligten Leistungsträgern vorgesehen, dies hat sich aber schnell als nicht praktikabel herausgestellt und ist nun als Empfehlung formuliert.“
Sicher hat man sich eine breitere Resonanz und Akzeptanz unter den touristischen Betrieben gewünscht, da ja alle davon profitieren, besonders wenn sich das gewünschte Image als Green-City auch im Tagungs- und Geschäftsreisebereich durchsetzen soll. Jedenfalls darf sich Stuttgart für die nächsten 3 Jahre erst einmal mit dem Nachhaltigkeitssiegel schmücken. In drei Jahren wird dann festgestellt, ob der Maßnahmenkatalog abgearbeitet wurde und die Stadt das Nachhaltigkeitssiegel behalten kann.
Noch interessant für aufmerksame Tourismus – Marketingstrategen von Städten und Partnerbetriebe in der Region: Nachahmer sind erwünscht. Das Nachhaltigkeitspaket gibt es in der Entwicklungsphase noch kostenlos und wird vom Land Baden-Württemberg finanziert.

Weitere Informationen finden sie hier:

http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.tourismus-in-baden-wuerttemberg-stuttgart-gilt-als-nachhaltiges-reiseziel.7f3c5190-f729-4279-b085-4a2155bac9b8.html

https://mlr.baden-wuerttemberg.de/de/unser-service/presse-und-oeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilung/pid/auszeichnung-nachhaltiges-reiseziel-an-landeshauptstadt-stuttgart-verliehen/

http://www.tourcert.org/de/csr-zertifizierung/csr-fuer-destinationen.html

Geschäftsreise: Effizienz behält oberste Priorität aber Nachhaltigkeit wird wichtiger

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Bei Geschäftsreisen hat vorerst Effizienz Vorrang
Bei Geschäftsreisen hat vorerst Effizienz Vorrang

Pressemitteilung des DRV vom 08.10.2014

Bedeutung der Nachhaltigkeit wird stark zunehmen

70 Prozent der Geschäftsreisenden finden, dass das Thema Nachhaltigkeit derzeit bei der Buchung eine wichtige Rolle spielt. Doch 84 Prozent denken, dass die Bedeutung von Umweltschutzaspekten in den nächsten Jahren noch steigen wird. Wichtigster Aspekt ist und bleibt jedoch die Effizienz bei der Planung und Durchführung. Das sind Ergebnisse der Studie „Chefsache Business Travel 2014“ von Travel Management Companies im Deutschen ReiseVerband (DRV). Ihr zufolge sind auch Work-Life-Balance und Risikomanagement wichtige Trendthemen.

Für die DRV-Studie wurden die Geschäftsreisenden zunächst aufgefordert, die Wichtigkeit einzelner Aspekte für Geschäftsreisen zum aktuellen Zeitpunkt anzugeben. Anschließend mussten sie einschätzen, ob die Relevanz dieser Faktoren in den kommenden Jahren steigen oder sinken wird. Topwerte erzielt jeweils der Aspekt „Effizienz bei der Planung und Durchführung einer Geschäftsreise“: 97 Prozent finden dies bereits jetzt wichtig, 93 Prozent gehen von einer steigenden Bedeutung aus.

„Hier klaffen Anspruch und Wirklichkeit oft deutlich auseinander“, sagt Stefan Vorndran, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV. „Noch immer lassen viele Unternehmen ihre Mitarbeiter selbst die Reisen organisieren anstatt dies in die routinierten Hände von Experten zu geben. Das treibt die indirekten Kosten in die Höhe.“

Den größten Sprung nach oben in der Relevanz macht aus Sicht der Geschäftsreisenden das Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Nur sieben von zehn Befragten halten dies jetzt schon für relevant, aber 84 Prozent glauben, dass Unternehmen sich zukünftig stärker der Frage widmen müssen, wie ihre Mitarbeiter umwelt- und klimaschonender reisen können.

Neue Werte verändern auch Geschäftsreisen

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