Ein Blick in die Zukunft

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Vernetzt, elektrisch, autonom – dies sind die Schlagworte, wenn von der Zukunft der Mobilität gesprochen wird. Ein Trend, den auch die deutsche Politik erkannt hat. So gab Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt vor wenigen Tagen gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bekannt, in Bayern eine Teststrecke für autonomes Fahren auf einem Teilstück der A9 einrichten zu wollen.

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Mit diesem Pilotprojekt sollen deutsche Autobauer ein Gegengewicht zum Google-Konzern schaffen, der in den USA bereits 150 autonome Fahrzeuge im aktiven Straßenverkehr testet. „Die deutsche Autoindustrie wird auch beim digitalen Auto Weltspitze sein können“ zeigt sich Dobrindt gegenüber der FAZ überzeugt.

Ein Blick in die Entwicklungsabteilungen der Autobauer zeigt: nahezu alle Automobilhersteller arbeiten bereits an Assistenzsystemen im Auto und Konzepten für teil- und voll-autonomes Fahren. Um diesen Entwicklungen eine Präsentationsplattform zu schaffen, wurde die internationale Fachmesse sMove360°– Connected Car ins Leben gerufen, die in diesem Jahr von 20. bis 22. Oktober 2015 zeitgleich mit der eCarTec Munich – der weltweit größten Fachmesse für Elektro- und Hybrid-Mobilität – auf dem Gelände der Messe München stattfindet.

„Da besonders die Elektromobilität von einem sicheren Datenaustausch – z.B. zur Information der aktuellen Verkehrslage oder zur Ermittlung freier Ladestationen – profitiert, bietet die sMove360° durch ihre direkte Verbindung mit der eCarTec Munich sowohl für Besucher, als auch für Aussteller eine ideale Plattform für Informations- und Kommunikationstechnik im Fahrzeugbau.
Wir sind überzeugt: was für viele heute noch wie eine Szene aus einem Science-Fiction-Film klingt, wird in nicht allzu ferner Zukunft unseren mobilen Alltag bestimmen“, erläutert Robert Metzger, Geschäftsführer der MunichExpo Veranstaltungs GmbH und Organisator der eCarTec und sMove360° das Messekonzept der B2B-Messe.
Dass diese Einschätzung durchaus realistisch ist, zeigt auch eine Prognose des Beratungsunternehmens Gartner. So sollen laut Gartner bis zum Jahre 2020 weltweit 250 Millionen vernetzte Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs sein.

Sharing Economy – Privatunterkünfte für den Urlaub – Stärken und Schwächen

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Sharing economy - hier direkt vom Nutzer zum Nutzer vermittelte Privatunterkünfte Foto: Rainer Sturm  / pixelio.de
Sharing economy – hier direkt vom Nutzer zum Nutzer vermittelte Privatunterkünfte
Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

In jüngster Vergangenheit gibt es immer mehr Anbieter, auf deren Webseiten Privatpersonen Reiseinteressierten ihr Zuhause für einen Urlaub zur Verfügung stellen. Wer seine Ferien plant, kann also statt eines Hotelzimmers eine Privatunterkunft buchen. Und wer sich etwas dazu verdienen möchte, bietet anderen seine eigenen vier Wände als Urlaubsdomizil an. Doch wie steht es um die allgemeine Akzeptanz der Reiseform? Wir schauen auf eine Studie von  Travelzoo ,  bei der mehr als 4.000 Reiseinteressierte aus Nordamerika und Europa befragt worden. Wo liegen die Schattenseiten dieses neuen Trends?

Wenig Erfahrung – großes Interesse

Eine Idee, die Anklang findet: Auch wenn bisher nur 17 Prozent der Befragten eine Privatunterkunft für ihren Urlaub gemietet haben, zeigt sich die Hälfte interessiert. Doch ist dieser Trend vielleicht nur etwas für online-affine junge Leute? „Nein, das Gegenteil ist der Fall“, sagt Christina Bathmann, Sprecherin von Travelzoo Deutschland. „Wir haben ergänzend zu unserer globalen Studie repräsentativ nachgefragt. Und fast die Hälfte der Deutschen ist davon überzeugt, dass hier auch Ältere fündig werden. Weniger als ein Drittel ist anderer Meinung.“ Doch viele schrecken noch vor einer Buchung zurück. 37 Prozent der international befragten Reiseinteressierten hätten Bedenkenvom Ablauf, über die Sauberkeit bis hin zur Zahlung. Und 29 Prozent fänden es unangenehm, in der Wohnung einer anderen Person zu übernachten. Darüber hinaus würden fast drei Viertel der Befragten ihr eigenes Zuhause niemals für diese Zwecke anbieten wollen. Vor allem Europäer und allen voran Deutsche fürchten um ihre Privatsphäre. „Allerdings würden es mehr als ein Viertel der Umfrageteilnehmer in Betracht ziehen, sich auf diese Weise etwas hinzuzuverdienen. Insbesondere Kanadier, Amerikaner und auch Franzosen. Bislang ist nur ein sehr kleiner Anteil komplett überzeugt“, so Bathmann weiter. „Doch wenn all diese Menschen sich tatsächlich dazu entscheiden, Urlaubern ihr Zuhause als Ferienunterkunft zur Verfügung zu stellen, wird das Angebot mit der Zeit sehr umfangreich sein. Das ist eine große Herausforderung für Hoteliers.“

Hotel oder Privatwohnung?

Bei einem Hotelaufenthalt wissen Urlauber, was sie bekommen. Alle Abläufe sind klar: Es sind Ansprechpartner vor Ort und gewisse Services und Annehmlichkeiten gehören zum Standardprogramm. „Dieser Punkt ist ein wesentlicher Vorteil von Hotelaufenthalten – äußern sich doch viele Reiseinteressierte besorgt, was die Abläufe, Sauberkeit und Zahlung beim Buchen einer Privatunterkunft betrifft. Allerdings waren fast alle Teilnehmer, die schon einmal solche Angebote genutzt haben, zufrieden mit ihrem Erlebnis“, sagt Bathmann. „Ein Großteil würde Privatunterkünfte sogar besser bewerten als Hotelzimmer. Der Trend ist also nicht zu übersehen – auch wenn es immer eine Nachfrage an Hotels geben wird. Ihre Betreiber werden der Entwicklung mit guten Angeboten und hochwertigem Service begegnen. So oder so: Der Gast kann nur gewinnen.“

Gibt es Schattenseiten oder überwiegt der positive „Grüne Zeitgeist“

Das diese Reiseformen keine Eintagsfliegen sind, sondern als Megatrend die Tourismusbranche umwälzen, zeigen die Zahlen und die wachsende Akzeptanz dieser Reiseform bei den Kunden. Manche nationalen, gesetzlichen Bestimmungen sind noch hinderlich für die Ausbreitung des neuen Trends. Wo viel Licht ist, ist auch Schatten. Die Einkunftsseite auf Ebene der privaten Anbieter verzeichnet ein klares Plus. Verfechter der Umverteilung des Gewinnes nach sozial-ökonomische Aspekten würden jubeln, wären da nicht die völlig ungeregelten Arbeits- und Urlaubszeiten, das Fehlen von Versicherungen, Rentenbeiträgen für die Vermieter sowie fehlende Sicherheitsbestimmungen und Qualitätschecks für die Kunden. Zu beklagen sind auch die großen Steuerverluste für den Staat und damit für unser Allgemeinwohl. Auch die Wohngebiete leiden unter dem gehe Lärm der Touristen und viele Mietwohnungen in attraktiven Stadtgebieten gehen für Familien verloren.

Sie ist da – die „Sharing Economy“. Ob sie nun Segen oder Fluch wird und für wen genau, ist noch nicht klar. Die großen Firmen sind auf jeden Fall auf der Gewinnerseite.

Zur Methodik: Travelzoo befragte im Dezember 2014 und Januar 2015, 4.272 seiner Mitglieder aus den USA, Kanada, Deutschland, Großbritannien, Spanien und Frankreich. Zum Teil waren Mehrfachantworten möglich, diese Angaben sind nicht kumulativ. Die repräsentative Studie setzte Insa Consulere im Januar 2015 um. 2.005 Deutsche nahmen teil.

Der Veranstalter andBeyond aus Südafrika rettet White Rhinos und ist einer der Finalisten für den World Legacy Award

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Am 5. März verleiht die National Geographic Society auf der ITB die Preise für den nachhaltigen Tourismus – die World Legacy Awards 2015. Die Finalisten sind Reiseunternehmen, Organisationen und Destinationen, die den positiven Wandel in der Tourismusindustrie vorantreiben. Einer der Finalisten ist der südafrikanische Reiseveranstalter andBeyond aus Südafrika. Als Unternehmen, das sich für den Naturschutz engagiert, hat andBeyond geholfen, als Teil der “Rhinos Without Borders”-Initiative, White Rhinos vom Phinda Private Game Reserve ins Okavangodelta umzusiedeln. Damit konnten der Veranstalter dazu beitragen, diese vom Aussterben bedrohte Spezies zu retten. Wir trafen auf der ITB Les Carlisle, Conservation Manager von andBeyond, und haben uns von seiner Begeisterung für die „Big Five“ anstecken lassen.

 

World Legacy Awards heißt der Oscar der Reisebranche, der am Donnerstag verliehen wird. Unter 15 Finalisten wird in folgenden Kategorien entschieden:.

  • Earth Changers (Erdveränderer) — Prämiert wird die innovative Marktführerschaft im Bereich umweltfreundlicher Geschäftspraktiken und grüner Technologien – von erneuerbarer Energie und dem Schutz des Wassers bis hin zu Null-Abfall-Systemen und der Verringerung der Kohlenstoffemission.
  • Sense of Place (Erhaltung der Bedeutung eines Ortes) — Prämiert werden hervorragende Leistungen zur Aufwertung der Atmosphäre eines Ortes und dessen Authentizität, wie etwa dem Schutz historischer Monumente, archäologischer Stätten, kultureller Ereignisse, dem indigenen Erbe sowie künstlerischer Traditionen.
  • Conserving the Natural World (Erhaltung der natürlichen Umwelt) — Prämiert werden außerordentliche Leistungen zur Erhaltung der Natur, zur Wiederherstellung natürlicher Lebensräume sowie zum Schutz seltener und bedrohter Arten, sowohl auf dem Land als auch im Meer.
  • Engaging Communities (Engagement in Gemeinschaften) — Prämiert werden direkte, konkrete wirtschaftliche und gesellschaftliche Leistungen, die zur Verbesserung der Lebensgrundlage vor Ort beitragen, dies umfasst die Schulung und den Kapazitäten-Aufbau, gerechte Löhne und Sozialleistungen, die Gesundheitsfürsorge und die Bildung.
  • Destination Leadership — Prämiert werden hervorragende Leistungen auf dem Gebiet des Destinationsmanagements, dies betrifft Städte, Provinzen, Bundesstaaten, Länder oder Regionen, die Best Practices im Bereich des Umweltschutzes, der Erhaltung des Kultur- und Naturerbes, bei der Schaffung von Vorteilen für örtliche Gemeinschaften und der Information von Touristen über die Grundsätze der Nachhaltigkeit anwenden.

Allen Finalisten drücken wir die Daumen. Uns wäre die Wahl sicher schwer gefallen. Für andBeyond und Les Carlisle drücken wir besonders fest.

Weitere Informationen zu den World Legacy Awards finden Sie auf: www.nationalgeographic.com/worldlegacyawards/.

Nachgefragt: wie nachhaltig ist der Harz ?

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Regionale Produkte, Arbeitskräfte aus der Region und freie Fahrt für Urlauber

„Ihr Auto können Sie im Urlaub stehen lassen und auf den kostenfreien Bus umsteigen“, empfiehlt Carola Schmidt, Geschäftsführerin des Harzer Tourismusverbandes. Allerdings gilt das nur für den Landkreis Harz, ein eingeschränktes Gebiet im Ostharz, aber flächenmäßig umfangreich. Die restlichen Gebiete sind noch kostenpflichtig. Das Harzer Urlaubs-Ticket, kurz auch HATIX genannt, ermöglicht freie Fahrt auf allen öffentlichen Bus- und Straßenbahnlinien im gesamten Landkreis Harz. Es sind weitere Initiativen und Vorschläge auf dem Tisch , das Angebot für die Urlauber auszuweiten.

Wen die Harzer Hexen und Kobolde nicht schrecken, der kann sich auf denHarzer Hexenstieg begeben, der mit umfangreichen Fördermitteln nachhaltig ausgestattet ist. Ob der Gast allerdings die Geisterwesen zu sehen bekommt, obliegt der eigenen Fantasie.

Auf die Teller der Gäste kommt als regionale Spezialität das Harzer Rote Höhenvieh. Wanderer und Einheimische beißen vergnüglich in den Friwi Keks. Im Harz produziert werden, nicht nur für Touristen, regionale Getränke, Baumkuchen sowie Printen. Wer keinen Urlaub hat, kann sich die Harzbox mit regionalen Spezialitäten nach Hause bestellen.

Zum Thema Beschäftigung und Recruiting aus dem Harz und den umliegenden Landkreisen verweist Schmidt auf Programme zur überregionalen Suche. Laut Schmidt werden vorwiegend Fachkräfte benötigt und es ist schwer, diese direkt in der Region zu finden.

Hier geht’s zum Interview:

Mehr zum Thema:

http://www.harzinfo.de/startseite.html

http://www.nationalpark-harz.de/

http://www.harz-ag.de/de/aktuelle-projekte/sanfte-touristische-mobilitaet.html

http://www.hna.de/politik/harz-will-netz-e-bikes-knuepfen-1502584.html

Usergenerated Content- bei TripAdvisor gezielt nach Ökohotel suchen und bewerten

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Unter Stil des Hotels kann bei Tripadvisor auch Ökohotel  bei der Suche angegeben werden. Foto: RainerSturm  / pixelio.de
Unter Stil des Hotels kann bei Tripadvisor auch Ökohotel bei der Suche angegeben werden.
Foto: RainerSturm / pixelio.de

Super Hotel in guter Lage…  Große Auswahl beim Frühstück mit frischem Obst und lecker Rührei. Die Deko im Haus mit den Bienen einfach toll. Passend zum Bienenstock auf dem Dach des Hotels. Honig kann sogar an der Rezeption erworben werden.“Die Antwort vom Hotel:“ Herzlichen Dank für Ihr wunderbares Feedback. „Es freut uns…, dass Sie Ihren Aufenthalt genossen haben und Sie vor allem unsere Bienen begeisterten.“ Dieser aufmerksame Gast bewertete nicht eine Unterkunft in einer ländlichen Gegend mit Feldern und Wiesen, sondern ein Hotel im Zentrum von Berlin, das NH Berlin Alexanderplatz, ausgezeichnet als Ökohotel Platinium.

Grünes Reisen leicht gemacht: TripAdvisor® startete im Juli 2014 sein ÖkoSpitzenreiter-Programm in Europa. Im Zuge dessen präsentiert die weltweit agierende Reise-Website* Hotels und Pensionen, die sich in puncto Umweltfreundlichkeit engagieren und ermöglicht so eine nachhaltige Urlaubsplanung. Über 6.000 Unternehmen rund um den Globus wurden bereits mit einem GreenLeader-Status ausgezeichnet.

Grüne Hotels schnell und einfach suchen und miteinander vergleichen

Das Programm zeichnet, abhängig davon, welche grünen Maßnahmen realisiert werden, qualifizierte Hotels und Pensionen mit dem TripAdvisor ÖkoSpitzenreiter-Status aus.

Eine aktuelle TripAdvisor Umfrage bestätigt die Nachfrage nach mehr umweltfreundlichen Reisemöglichkeiten: Mehr als ein Viertel (25%) der europäischen Urlauber haben bereits in den letzten zwölf Monaten grüne Aspekte in die Entscheidungsfindung einbezogen und mehr als ein Drittel (33%) plant dies in den nächsten zwölf Monaten zu tun. Die deutschsprachigen Befragten entsprechen in diesem Fall dem europäischen Durchschnitt.

Die Studie zeigt zudem, dass sich knapp ein Zehntel der Reisenden (9%) in Europa entschieden hat, aufgrund der grünen Standards in einem bestimmten Hotel zu übernachten. Bei den deutschsprachigen Teilnehmern liegt die Quote fast zwanzig Prozent höher (27%). Trotzdem gibt fast die Hälfte (44%) des europäischen Panels an, dass die Hotels noch zu wenig über ihre Aktivitäten zum Schutz der Umwelt informieren.

„Wir wissen, dass viele Reisende in Europa gerne auch unterwegs umweltfreundliche Entscheidungen treffen möchten, aber sie wissen nicht immer, wo sie die passenden Informationen finden. Das TripAdvisor ÖkoSpitzenreiter-Programm ist deshalb so hilfreich, weil es zusätzlich zu den bestehenden Millionen Bewertungen auf der Seite jetzt auch ermöglicht, ‚grüne‘ Hotels schnell und einfach miteinander zu vergleichen“, sagt Jenny Rushmore, Director of Responsible Travel bei TripAdvisor.

Und so funktioniert es:

Reisende können auf TripAdvisor nach Hotels suchen, die am ÖkoSpitzenreiter-Programm teilnehmen und sich eine detaillierte Liste ihrer umweltfreundlichen Praktiken anzeigen lassen. Den Rest des Beitrags lesen »

Macht uns Reisen toleranter?

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Reisen zeigt uns Andersartigkeit und fremde Kulturen, aber macht es auch toleranter? Foto: Hajo Rebers  / pixelio.de   Foto:Hajo Rebers  / pixelio.de
Reisen zeigt uns Andersartigkeit und fremde Kulturen, aber macht es auch toleranter?
Foto: Hajo Rebers / pixelio.de

Anders als man denkt

Wer reist, lernt auch vieles andere kennen und tolerieren. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie der Reisewebseite TripAdvisor. Die Liste dessen, was toleriert werden soll, ist groß und je nach Kulturkreis und Religion unterschiedlich. Lehrt uns das Reisen durch die Begegnung mit Menschen, diese Unterschiede auszuhalten? Die letzte ARD – Themenwoche zum Thema Toleranz widmete sich gleich einer ganzen Bandbreite von Themen wie Behinderung, Homosexualität, Religionen, sogar Alter und Obdachlosigkeit. Die Ereignisse der letzten zwei Monate rücken dieses Thema in ein ganz anderes Licht. Erstaunenswerterweise gibt es unendlich viele Möglichkeiten der Ausgrenzung und Ablehnung im gesamtgesellschaftlichen Konsens, wenn die Toleranz nicht mit ins Spiel kommt.

Was hat Toleranz mit Reisen zu tun? Den Rest des Beitrags lesen »

Neues touristisches Alleinstellungsmerkmal: Pestizidfrei – die Gemeinde Mals in Südtirol

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Alte Kulturlandschaften verschwinden, Apfelplantagen als Monokulturen sollen entstehen. Ein Dorf wehrt sich. Foto: Michael  / pixelio.de
Alte Kulturlandschaften verschwinden, Apfelplantagen als Monokulturen sollen entstehen. Ein Dorf wehrt sich.
Foto: Michael / pixelio.de

Beim  Stöbern nach interessanten Themen im Programm der diesjährigen Grünen Woche in Berlin stößt man auf folgende Programmankündigung:“ Auf dem Weg zur ersten pestizidfreien  Kommune Europas -Mals in Südtirol.“ Pestizidfrei – das wäre ein echtes Alleinstellungsmerkmal und welche Rebellion allein hinter dem Aufruf steht!
Die Bürger von Mals in Südtirol haben  sich vergangenen Herbst in einer Volksabstimmung gegen den Einsatz von Pestiziden entschieden. Konventionell arbeitende Bauern und deren Interessenvertreter lieferten sich zuvor hitzige Debatten mit besorgten Dorfbewohnern, Biobauern und Hoteliers sowie Umweltschützern. Trotz gültiger Volksabstimmungsergebnisse vom Herbst 2014 fand man im Gemeinderat Schlupflöcher, anhand von Satzungsfragen den Willen der Mehrheit wieder ungültig zu stempeln. Nun muss man weitersehen, was die zukünftige Entwicklung bringt. Ist Mals eigentlich für eine solche Entscheidung zuständig? Darüber wird eifrig diskutiert auch auf EU- und Landesebene.

Die Bürger wehren sich – David gegen Goliath

Die Malser sind aufmüpfig geworden. Sie wehren sich vehement gegen den Verlust ihrer kulturellen Identität, ihrer alten Kulturlandschaften. Paradoxerweise ist aufgrund von Klimaveränderungen nun auch der Anbau von Obst im Obervinschgau möglich. Apfelbarone überbieten sich für die Ländereien. Die Landwirtschaftsindustie möchte hier ihren Teppich uniformer Plantagen ausrollen mit Apfelbäumen für die schnelle industrielle Obstproduktion, kein Platz mehr für Artenvielfalt.  Es droht die Monokulturdampfwalze, die zur Zeit unaufhörlich vom Niedervinschgau  zum Obervinschgau rollt. Perspektivisch soll eine Landschaft wie im Niedervinschgau entstehen : Kilometer über Kilometer  von Apfelplantagen soweit das Auge reicht, regelmäßig parfümiert mit  Pestiziden, die natürlich auch über die Felder der angrenzenden Biobauern wehen. Auf Grund der Windverhältnisse ist ein Nebeneinander von biologischer und konventioneller Landwirtschaft hier nicht  möglich. Der Wind in dieser Tallage weht alles, überall hin. Einige konventionelle  Apfelplantagen bestehen schon und so ist das Problem schon auf dem Tisch. Den Rest des Beitrags lesen »