Bloggermania ITB 2013

Gepostet am Aktualisiert am

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Hallo Tourismusindustrie

Wenn wir dem Trend folgen, wären die Printmedien so gut wie out. Social Media wie Facebook, Twitter und natürlich wir Blogger sind auf der Zielgeraden. So wurden auf der ITB fast 300 Blogger akkreditiert. Im Vorjahr waren es so um die 140. Die Veranstaltungen zum Thema Blogging waren rundum gut besucht. War auch nur das Wort Blog in irgendeiner Weise in der Themenankündigung vorhanden, war der Run auf die Veranstaltung groß. Hunderte Kommunikations-Manger waren beauftragt worden, sich mit dem Thema auseinanderzusetzten, die meisten nicht aus natürlicher Neugierde sondern eher dem Angesagten folgend. Die Verzweiflung war zu spüren, wie gestalte ich meinen Produktblog authentischer oder wie finde ich einen Blogger, der mein Produkt entsprechend vermarkten kann, möglichst über Social Media.
Wer kennt nicht aus amerikanischen Filmen Speeddating-Szenen für Singles, so gab es Speeddatings für Blogger und Industrie zum gegenseitigen Kennenlernen. Leider habe ich dieses Ereignis verpasst und bekomme somit auch kein Stück vom großen Kuchen ab. Das Ereignis stelle ich mir gerade so vor. Der Tourismusmanager eines Badesees in Süd Westfalen trifft auf einen Blogger, der in den letzten zwei Jahren alle Fünftausender in Nepal bestiegen hat und präsentiert das zu vermarktende Produkt-„Eih cool-da reise ich mal hin und schaue mir das an. Versprechen kann ich nichts, denn bei meinen Usern muss ich echt rüberkommen, aber so ein paar Luxushotelchen schaue ich mir gern an.“
Ohne jemanden zu nahe treten zu wollen, sind meine Kollegen glaube ich manchmal etwas überfordert, wenn sie auf Mega-Produktpräsentationen eingeladen werden und hochgejubelt wie Megastars gehandelt werden. Wie schafft man den Spagat zwischen Business und einfachen Bloginhalten?
Authentisch bloggen-ist der zentrale Konsens aller Blogger, ohne das Produkt nun direkt in den Vordergrund zu bringen, eher soll ein Nebenbei Effekt erzielt werden. Es darf ja für die Leser nicht ersichtlich sein, dass man eigentlich vordergründig Werbung betreibt. Denn die bösen Leser verlieren dann schnell das Interesse und strafen den Blogger mit Nichtachtung schlimmstenfalls mit Ab-liken. Da braucht es schon ausgefeilte Strategien, denn der Leser riecht die Absicht meist schon fünf Kilometer gegen den Wind. Uniforme Hotelketten mit internationalem Flair lassen sich bestimmt nicht so ohne weiteres in einer interessanten Story unterbringen, es sei denn Sie sind durch etwas auffällig geworden, im negativen aber auch im positiven Sinne. Den negativen Eindruck straft der Leser dann mit Kaufverweigerung. Also bleibt der positive übrig. Da hätte ich dann so einige Ideen, was den nachhaltigen Tourismus und den Fairen Travel betrifft….

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