Silvertraveller verweigern passiven Busreisekonsum

Gepostet am Aktualisiert am

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Die Alten wollen mehr

Endlich frei von Sorgen und Familie – Leute in den Fünfzigern machen sich auf den Weg, die Welt zu erkunden. In einigen Jährchen wenn die Kinder groß sind würde ich mich auch dieser Welle anschließen. Angenommen eine Freundin möchte mitkommen – wir wären dann zwei Frauen, Anfang Fünfzig, die keine Bus- oder Pauschalreise wünschen, nicht unbedingt das Geld für eine organisierte Rundreise ausgeben wollen, die noch fit sind und gern wandern, Fahrrad fahren und locker Bergsteigen. Wenn wir dann noch außerhalb von Österreich unterwegs sein wollen, wie zum Beispiel Australien oder Kanada, dann sind die Angebote rar. Klar einen Flug und eine Hotelunterkunft kann man immer buchen, wir sehnen uns aber nach touristischen Angeboten, die etwas umfangreicher sind. Wir sind nicht mehr das Klientel für Youth Hostels, Work and Travel, Arbeiten auf Farmen oder ähnlichen Programmen. Es darf schon ein wenig gemütlicher, komfortabler und ruhiger sein, aber auch nicht gleich die Welt kosten. Laut einer Studie von Guido Happe, der sich mit demographischer Forschung befasst heißt es: „Für die Hälfte der über 50 Jährigen sind Reisen wichtig für das eigene Lebensgefühl“ (Demografischer Wandel in der unternehmerischen Praxis herausgegeben von Guido Happe). Es gibt für unsere Altersgruppe kaum zugeschnittenen Angebote und Inspirationen zur Reiseplanung online. Ich bin ja einigermaßen, wie man sagt internetaffin, aber surft Verena, die sich sonst nur nach Rezepten und Öffnungszeiten umschaut, dann ist die Frustration sehr groß. Der Fokus online liegt auf junge Leute und Familien, ähnlich offline.
Laut einer Studie von Jan Borgwardt/ IBi wollen wir Fünfziger einzigartige Erfahrungen machen, uns von der grauen Masse abheben. Wir verrückten Alten suchen das Abenteuer, authentische Erlebnisse, nah dran sein am echten Geschehen, Gespräche mit Ansässigen und lokalen Experten. Am schönsten wäre es, mit einer kleinen Gruppe den direkten Kontakt zu suchen. Interaktionen mit Anwohnern (zuhause, Märkte, religiöse Stätten, etc.) so etwas wäre fein. Allerdings möchten wir nicht aufdringlich erscheinen, kommen keine zufälligen Kontakte zustande, hätten wir Begegnungen gern in einem sicheren Rahmen organisiert. Vielleicht könnten wir auch irgendeinen angebotenen Kurs besuchen und gern neue Erfahrungen machen. Workshops oder Lernangebote vor Ort wären auch von Interesse. Also passive Busfahrten ade. Da wir uns auch in Kirche und Gemeinde sozial engagieren, hätten wir auch gern auf unseren Reisen ähnliche Community-, Schul- und andere Projekte besichtigt. Unser ureigenstes Ziel auf dieser Reise sind die neuen Erfahrungen, die wir in unserer bisherigen Umgebung und in unserem bisherigen Leben noch nicht gemacht haben.
Weiterhin interessiert uns, wie funktionieren die Gesellschaften, wie agieren die Generationen, wie wird Erbe erhalten, wie wird Erbe hinterlassen ökologisch und kulturell. Wir betrachten auf Grund unserer Reife und Erfahrung die kulturellen Erbstücke des Landes mit ganz anderen Augen in Bezug auf Geschichte und internationale Entwicklungen.
Noch einmal zum Mitschreiben: wir schätzen Komfort, Zuverlässigkeit, Sicherheit, Freundlichkeit, einfache Handhabung, Informationen und das Besondere.
Wer gibt uns Input, wer gibt uns Futter……

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