Teil 2-der Koalitionsvertrag 2013 und Fair Travel

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„Initiative Kulturtourismus“-neu oder neu aufgewärmt?

 Stephanie Hofschlaeger  / pixelio.de
Vorhang auf für die neue Regierung
Foto: Stephanie Hofschlaeger / pixelio.de

Nachdem die Koalitionsverhandlungen zwischen der CDU, CSU und SPD am 27.11.2013 mit dem Koalitionsvertrag abgeschlossen wurden und letztlich alle beteiligten Parteien zugestimmt hatten, stellt sich die Frage, welchen Auswirkungen der Vertrag auf die Umsetzung und die Weiterentwicklung des Fair-Travel-Konzeptes haben würde. In diesem Zusammenhang haben wir in Teil 1 den Mindestlohn zumindest Anerkennung gezollt. In Teil 2 lässt uns die „Initiative Kulturtourismus“ aufhorchen:
Die Ausführungen zum Tourismus in Deutschland sind erwartungsgemäß kurz geraten, aber eine neue Richtung lässt sich erahnen:

„Der Tourismus in Deutschland ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der vielen Menschen Beschäftigung gibt, gerade auch in ländlichen Regionen. Dazu benötigt der Tourismus ein gutes Preis-Leistungsverhältnis, Qualität und Freundlichkeit im Service und weitere Anstrengungen mit Blick auf die Barrierefreiheit. Um qualifizierte Fachkräfte muss sich das Gastgewerbe, etwa durch verbesserte Ausbildungsanstrengungen, verstärkt bemühen. Der Ausbau der touristischen Infrastruktur muss mit den vorhandenen und bewährten Förderinstrumentarien weiter unterstützt werden“ (Seite 24 des Koalitionsvertrages).
Mit der entsprechenden Ausgestaltung der Förderinstrumente könnte die neue Bundesregierung durchaus Einfluss auf die Art und Weise des Ausbaus der touristischen Infrastruktur nehmen, insbesondere auf die Beachtung von Fair-Travel-Komponenten.

Weiter heißt es:
„Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) soll die internationale Vermarktung des Reiselandes Deutschlands auf dem bisherigen Niveau weiter unterstützen und auch dazu beitragen, die Bekanntheit von bislang weniger frequentierten Tourismusgebieten zu erhöhen. Wir wollen eine „Initiative Kulturtourismus“ ins Leben rufen und in Zusammenarbeit mit den Ressorts Kultur und Wirtschaft gestalten. Wesentliche Ziele sind Akteure aus den Feldern Kultur und Tourismus in ihrem Zusammenwirken zu qualifizieren sowie Modellprojekte und innovative Kooperationsformen zu fördern“ (Seite 25 des Koalitionsvertrages).

Alles in allem sind dies allgemein gehaltene Absichtserklärungen, bei der nur die „Initiative Kulturtourismus“ neu ist. Zumindest scheint der Trend sehr interessant sein, wenn man seine Durchsetzung hartnäckig verfolgt. Da sogar der Schaustellerverband, sicher auch im eigenen Interesse, die Volksfeste als Weltkulturerbe schützten lassen möchte, scheint sich einiges zu regen. Nicht nur materielles Kulturgut als auch immaterielles Kulturgut wie z.B. jahrhundertealte Traditionen und Volksfeste scheinen schützenswert und für den Tourismus interessant. Heute hörte ich sogar in der Frühstücksnachrichten, dass in den Kindergärten und Schulen wieder Dialekte unterrichtet werden sollen, hört, hört. Der Fairtravelblog wird weiter an dieser Thematik dranbleiben.

Weitere Informationen zum Koalitionsvertrag 2013 können hier abgerufen werden.

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